Digitale Bibliothek Ostschweiz. Was Europa wissen darf

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Information ist der Rohstoff dieses Jahrtausends. Wissen ist - mehr noch als früher - Macht. Das gilt für die Konkurrenz unter Unternehmen und ganz besonders für Staaten, die schon allein aus Sicherheitsgründen darauf achten müssen, einen Wissensvorsprung vor anderen zu erreichen. In diesem Wettbewerb sind es die großen Akteure, die Richtung und Geschwindigkeit der Entwicklung und die Qualität der Information bestimmen. Die Europäische Union ist dabei in einer doppelt nachteiligen Lage. Einerseits fehlen ihr große, marktbeherrschende Digital-Unternehmen wie Microsoft, Apple, Google oder Huawei. Andererseits scheuen die Europäer vor gemeinsamen nachrichtendienstlichen Aktivitäten zurück. Das stellt die EU-Staaten vor die Notwendigkeit, mit den amerikanischen Diensten zu kooperieren, obwohl die politischen Interessen der USA zunehmend von denen der EU abweichen. Doch die US-Geheimdienste sind ebenso eigenwillig wie eigennützig. Wie wahrscheinlich ist es, dass sie die europäischen Verbündeten und deren Politik über die ausgesuchte Weitergabe von Information lenken?

Autor(en) Information:

Thomas Jäger ist Professor für Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität zu Köln sowie Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Er beschäftigt sich vor allem mit Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik.

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