Digitale Bibliothek Ostschweiz. Ländlermusik im Bündner Stil

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"Jedes gute Musikstück muss immer einen Schuss Poesie enthalten." Dies war die Losung des Berners Jürg Kuhn, der 70 Jahre lang Ländlermusik im Bündner Stil komponierte und spielte. Nun erscheint, zwei Jahre nach seinem Tod, eine Sammlung seiner schönsten Stücke und Aufnahmen. Die CD spannt den Bogen von der Ur-Wättertanne aus dem Jahr 1969 (mit dem legendären Heinz Brunner der Studentenländlerkapelle, der Jürg Kuhn kompositorisch ebenso beeinflusst hat wie die alten Bündner Majoleth, Kollegger, Bergamin) über die Gätzi-Musig (mit Geige, Bratsche, Örgeli, Hackbrett und Bass) bis zu unveröffentlichten Live-Aufnahmen im Quintett. Unverwechselbare Stücke wie der sparsam instrumentierte, melancholische "Wättertanne-Walzer" stehen neben rassigem Schottisch und Polka im Quintett und spielerischen, einander umgarnenden Geigen-und-Örgeli-Zwiegesprächen. Eine weitere Spezialität dieser Aufnahmen sind die zweiten Stimmen: entweder sorgfältig und oft kontrapunktisch gesetzt oder, was in der heutigen Zeit selten ist, frei improvisiert im Geiste von Luzi Bergamin und Hans Disch. Gleichzeitig erscheinen sämtliche 56 Kompositionen von Jürg Kuhn, meist zweistimmig für Klarinette gesetzt, als Notenbuch. So erhält ein Berner Volksmusiker seine späte Ehrung, der im Schatten der bekannteren "Stars" Musik mit Gemüt, Charakter und Poesie gemacht hat.

Autor(en) Information:

Kuhn, Jürg, (1921-2009) Gründer und Leiter der Ländlerkapelle Wättertanne Bern (1968-2009). Mitglied bei Gätzi-Musig, Chnöpf- u Saitespieler, Bärner Stubemusig.

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